Freitag, 31. Oktober 2014
Im Zweifel islamisch
Wer schreibt: „Selbst wenn diese Geschichten wahr sind, so sind sie doch nicht die Wahrheit“?
Anspruchsvoller gefragt: Wer darf das schreiben?
Ein Literat, ein Poet. Vielleicht einer, der zu viel Hermann Hesse und Novalis und Christa Wolf gelesen hat und Rilke.
Und sonst, wer kann das schreiben?
Ein Propagandist, ein Ideologe? Na, er wird sich geschickter anstellen.
Ein Herrscher tut das, einer, der sich Herrschaft anmaßt, der sich illegitim aufschwingt zur Herrschaft über die Wahrheit.
Und da ist er schon ganz richtig im Einklang mit dem Islamismus.

... link (0 Kommentare)   ... comment


Donnerstag, 30. Oktober 2014
Schmunzler des Tages
Heute erklären wir Redundanz. Das ist, wenn man sich alle weitere Information selbst denken kann und sie daher überflüssig ist.
Ein Beispiel liefert perlentaucher.de heute:
"Ein Video über sexuelle Belästigung macht eine Riesenkarriere im Netz - und wird jetzt des Rassismus verdächtigt."

... link (4 Kommentare)   ... comment


Mittwoch, 29. Oktober 2014
Mangelnde Rechtssicherheit durch Fehlen von Zensur
Es wird zu wenig über den Vorteil einer Zensurbehörde diskutiert.

Jetzt ist ein Radiomoderator, vormaliges Castinggesicht, uns völlig unbekannt, gefeuert worden, weil er die schlimmen Hooligandemos gegen Salafisten öffentlich, also in seinem Facebook-Post, befürwortete, mit den geradezu unzitierbaren Worten: „Endlich gehen die Deutschen gegen die Salafisten auf die Straße. Wurde auch Zeit.“ Vermutlich ist der junge Mann einfach naiv gewesen, ihm waren die Folgen seiner Handlung nicht klar, der Frust ist mit ihm durchgegangen. Man kann auch mit 41 noch jugendlich unreif sein. Und man ist bockig und beharrt erst einmal darauf, es so gemeint zu haben, wenn die ersten konstruktiven Nachfragen kommen.

Die Gesellschaft hat ihn reinrasseln lassen. Es muss klarer kodifiziert sein, was geht und was nicht, das ist ein Gebot des Rechtsstaates. Man muss einen Ansprechpartner haben, der eine klare Ansage macht, damit man Rechtssicherheit bekommt und damit so etwas nicht passiert.

Es ist jetzt zum Beispiel völlig unklar, ob man über diese Angelegenheit schon neutral berichten darf, oder ob es erst unzulässig ist, sich für den Moderator einzusetzen.

... link (1 Kommentar)   ... comment


Dienstag, 28. Oktober 2014
Na so was, na so was
Ein Glasnost-Artikel in der Welt:
http://www.welt.de/debatte/kommentare/article133712722/Islamophobie-Wir-nennen-es-Aufklaerung.html

Die Leserkommentare -- man liest Artikel hauptsächlich nur noch wegen der Leserkommentare -- sagen: na endlich, so ist es.
So ist es ja auch, und endlich wird es gesagt.
Ist das die Wende? Vielleicht der Anfang der Einleitung der Wende?
Möglich, aber wahrscheinlicher ist: Hier wird der vergangene Zustand aufgearbeitet. Mittlerweile haben wir die nächste Stufe erreicht. Ja, IS und Nuhr-Anzeige sind die Offenbarungen des Islamismus, hier geben sich die Islamisten zu erkennen. Sie bedrohen uns und unsere Freiheit. Womit? Mit Islam.
Da war die Islamisierung also ein Fehler. Na prima, dass wir das jetzt noch mal klargestellt haben.

... link (3 Kommentare)   ... comment


Montag, 27. Oktober 2014
Schuldig bei Verdacht
"Das Netz diskutiert, wie weit Satire gehen darf", meint stern.de, Dieter Nuhr beeilt sich festzustellen, dass er nicht der Islamophobie das Wort redet. Er hat verloren, er ist in der defensiven Haltung. Ab jetzt ist die Frage: wie islamophob ist Dieter Nuhr, etwas, sehr oder ganz doll? Das sind Fragen, die Fernsehgremien gar nicht an sich heranlassen wollen.

Wenn man sich auf den Kampfbegriff Islamophobie einlässt, spielt man das Spiel der Herrschenden mit, und das lautet Herrschaft. Man kann die Rolle des kritischen Geistes spielen oder die des machtstützenden Kabarettisten. Beides unter Preisgabe des Eigensinns.
Das ist es, worum es den Machthabern geht. Darum sind sie islamaffin, ob als Islamvertreter oder als Islamvertreterversteher.

... link (4 Kommentare)   ... comment


Sonntag, 26. Oktober 2014
Aus der Herrschaftsrhetorik
Kaum etwas Langweiligeres gibt es als das Monieren eines gesellschaftlichen Verfalls. Vielleicht sogar eines der Sitten; wer mit so was eine Meinungsäußerung begründet, hat die Welt nicht verstanden, schon gar nicht die moderne, die junge und mediale, und hat wahrscheinlich nur ein Magenleiden oder andere Altersbeschwerden.

Ein sicheres Anzeichen für eine Degeneration der Verarbeitung von Informationen ist darin zu bemerken, wenn es von etwas heißt, das sei normal und nie anders gewesen.

Träfe dies zu, würde sich die Bemerkung erübrigen.
Nein, diese Bemerkung wird nie anders als manipulativ eingesetzt, sie soll eine Behauptung als Tatsache hinstellen, gegen die es nichts anzumeinen gäbe.

... link (3 Kommentare)   ... comment