Dienstag, 21. Mai 2013
Westerwelle und Goldmund
tagesschauder, 09:17h
EU-Erweiterungskommissar Westerwelle hat Serbien den Beitritt zur EU in Aussicht gestellt.
Das sollte thematisiert werden. Nicht, ob Serbien oder ob nicht. Sondern, dass Westerwelle gar kein EU-Erweiterungskommissar ist. Er ist Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Er vertritt Deutschland nach außen, er könnte Serbien allenfalls den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland andienen. Doch, das ist ein Unterschied.
Dabei warnt Gideon Westerwele bei gefühlt jeder Gelegenheit vor sogenannter teutonischer Großmachtsphantasie. Als ob das Teutonentum, außerhalb rhetorischer Warnungen davor, eine gängige Vorstellung wäre.
Nein, es sind seine eigenen Allmachtsphantasien, die Guildo Westerwelle bei anderen projektiv vermutet und vor denen er selbstentlastend warnt.
Das sollte thematisiert werden. Nicht, ob Serbien oder ob nicht. Sondern, dass Westerwelle gar kein EU-Erweiterungskommissar ist. Er ist Außenminister der Bundesrepublik Deutschland. Er vertritt Deutschland nach außen, er könnte Serbien allenfalls den Beitritt zur Bundesrepublik Deutschland andienen. Doch, das ist ein Unterschied.
Dabei warnt Gideon Westerwele bei gefühlt jeder Gelegenheit vor sogenannter teutonischer Großmachtsphantasie. Als ob das Teutonentum, außerhalb rhetorischer Warnungen davor, eine gängige Vorstellung wäre.
Nein, es sind seine eigenen Allmachtsphantasien, die Guildo Westerwelle bei anderen projektiv vermutet und vor denen er selbstentlastend warnt.
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Montag, 20. Mai 2013
Ach so
tagesschauder, 10:03h
Wenn man sieht, wie die Grünen für Päderastie und Pädophile gekämpft haben und damit nicht so erfolgreich waren, wie sie erhofften, wird verständlich, wieso sie sich so für islamische Kultur und Parallelgesellschaften einsetzen.
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Sonntag, 19. Mai 2013
Song Contest mit europäischem Gedanken
tagesschauder, 11:04h
Es ist zu lesen, am schlechten Abschneiden des deutschen Beitrags beim Eurovision Song Contest sei Angela Merkel mit ihrem Spardiktat schuld.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis statt Hitlerbärtchen allen unliebsamen Leuten eine Merkelfrisur und Merkelmundwinkel angemalt wird.
Beim nächsten Mal wissen wir, dass wir wieder Lena hinschicken, ihr Auftritt war ja sehr sparsam.
Der griechische Beitrag war zeitweise an der Spitze, er hatte die Botschaft: Alkohol ist frei.
Das ist der europäische Gedanke. Die Troika sollte mit den Sparmaßnahmen erst ankommen, nachdem sie an alle Alkohol ausgeteilt hat.
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis statt Hitlerbärtchen allen unliebsamen Leuten eine Merkelfrisur und Merkelmundwinkel angemalt wird.
Beim nächsten Mal wissen wir, dass wir wieder Lena hinschicken, ihr Auftritt war ja sehr sparsam.
Der griechische Beitrag war zeitweise an der Spitze, er hatte die Botschaft: Alkohol ist frei.
Das ist der europäische Gedanke. Die Troika sollte mit den Sparmaßnahmen erst ankommen, nachdem sie an alle Alkohol ausgeteilt hat.
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Samstag, 18. Mai 2013
Aufarbeiterklasse
tagesschauder, 11:19h
In den Straßen, durch die ich gewöhnlich gehe, hängt Werbung für den NSU, bei näherem Hinsehen werben Beate Zschäpe und die Uwes für eine Veranstaltung der Linkspartei im Hörsaal mit ihren Mitgliedern in den Untersuchungsausschüssen. Es geht gegen den Staat, der auf dem brauen Auge blind ist.
Ich kann leider nicht hin, aber ich hätte einige Fragen. Die wichtigste wäre: Wenn der Staat die Morde durch Wegschauen gedeckt und mindestens aufgrund Inkompetenz totalversagt hat, wie erklären Sie sich dann den Prozess?
Ist die Justiz etwa die letzte Bastion gegen den Staat?
Und wieso wird dann der tolle Untersuchungsausschuss geduldet?
Wenn der so viel besser ist, sollte man bei der nächsten Verbrechensserie nicht gleich den Untersuchungsausschuss losschicken statt der Ermittlungsbehörden?
Sicher hätten sie darauf eine Antwort. Der Prozess, könnten sie erklären, weist ja genauso viele Pannen auf.
Ich kann leider nicht hin, aber ich hätte einige Fragen. Die wichtigste wäre: Wenn der Staat die Morde durch Wegschauen gedeckt und mindestens aufgrund Inkompetenz totalversagt hat, wie erklären Sie sich dann den Prozess?
Ist die Justiz etwa die letzte Bastion gegen den Staat?
Und wieso wird dann der tolle Untersuchungsausschuss geduldet?
Wenn der so viel besser ist, sollte man bei der nächsten Verbrechensserie nicht gleich den Untersuchungsausschuss losschicken statt der Ermittlungsbehörden?
Sicher hätten sie darauf eine Antwort. Der Prozess, könnten sie erklären, weist ja genauso viele Pannen auf.
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Freitag, 17. Mai 2013
Der Unterschied zwischen Islamkritik und Islamophobie
tagesschauder, 09:45h
Der wurde unangekündigt gestern Abend im Fernsehen deutlich, zur besten Sendezeit im MDR. Fünf Frauen von fast Zwanzig bis fast Hundert erzählen über ihren ersten Sex, wie es war, was dann war und was es für das weitere Leben bedeutete. So etwas kann ganz interessant sein, wenn es nicht auf rtl2 läuft. Die Frauen haben allesamt über sich und ihr Leben bestimmt, verarbeiten ihre Erfahrungen und sind der Welt ebenbürtig, um es mal in einer Zeile auszudrücken.
Wie üblich wird ein Link eingeblendet, die MDR-Zuschauer wissen inzwischen, was das ist. Der geht mdr.de/religion.
Religion?
Religion, das ist doch das mit Kreuzzügen und Kirche/Missbrauch und in der Bibel stehen auch schlimme Sachen? Wo es heißt, jede Religion will doch nur und besonders die monotheistischen und Ausgrenzung und Anspruch und Herrschaft über den Menschen?
Um welche Religion es ging, wurde nicht genannt. Vielleicht eine, die zu Mitteldeutschland gehört?
Es ist nur klar, welche es nicht ist.
Es muss eine sein, in der ein Gott gedacht wird, der die Menschen liebt, der ihnen den freien Willen gegeben hat, der ihnen auferlegt, ihr Leben als Ganzes zu betrachten und verantwortlich zu handeln, um Glück zu finden.
Und wenn, wird die mittelältere Dame gefragt, später der einzige richtige großeliebe Mann aufgetaucht wäre und auf Jungfräulichkeit Wert gelegt hätte?
Dann, sagt sie, wäre der eben nicht der richtige gewesen, der hätte nicht die Freiheit der Frau verstanden und nur die eigene gewollt.
Das ist ilamophob. Islamabweisend. Diese Frauen würden den islamischen Zwang ablehnen, denn sie sind dazu imstande.
Islamkritisch ist es, wenn man bedenkt, dass nicht alle dazu in der Lage sind.
Islamhass ist, was man natürlicherweise empfinden müsste, wenn sie in das Unterordnungsverhältnis gezwungen würden.
Man konnte auch den Unterschied sehen zwischen individueller Vielfalt und kultureller Vielfalt. Er besteht in der Person.
Wie üblich wird ein Link eingeblendet, die MDR-Zuschauer wissen inzwischen, was das ist. Der geht mdr.de/religion.
Religion?
Religion, das ist doch das mit Kreuzzügen und Kirche/Missbrauch und in der Bibel stehen auch schlimme Sachen? Wo es heißt, jede Religion will doch nur und besonders die monotheistischen und Ausgrenzung und Anspruch und Herrschaft über den Menschen?
Um welche Religion es ging, wurde nicht genannt. Vielleicht eine, die zu Mitteldeutschland gehört?
Es ist nur klar, welche es nicht ist.
Es muss eine sein, in der ein Gott gedacht wird, der die Menschen liebt, der ihnen den freien Willen gegeben hat, der ihnen auferlegt, ihr Leben als Ganzes zu betrachten und verantwortlich zu handeln, um Glück zu finden.
Und wenn, wird die mittelältere Dame gefragt, später der einzige richtige großeliebe Mann aufgetaucht wäre und auf Jungfräulichkeit Wert gelegt hätte?
Dann, sagt sie, wäre der eben nicht der richtige gewesen, der hätte nicht die Freiheit der Frau verstanden und nur die eigene gewollt.
Das ist ilamophob. Islamabweisend. Diese Frauen würden den islamischen Zwang ablehnen, denn sie sind dazu imstande.
Islamkritisch ist es, wenn man bedenkt, dass nicht alle dazu in der Lage sind.
Islamhass ist, was man natürlicherweise empfinden müsste, wenn sie in das Unterordnungsverhältnis gezwungen würden.
Man konnte auch den Unterschied sehen zwischen individueller Vielfalt und kultureller Vielfalt. Er besteht in der Person.
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Donnerstag, 16. Mai 2013
Die NPD als Assoziation und rhetorisches Mittel im herrschaftlichen Diskurs
tagesschauder, 11:39h
Das sollte wohl ergänzend korrigiert werden. Henryk M. Broder hat zutreffend auf welt.de dargestellt, dass die NPD als rhetorisches Mittel herangezogen wird, so als dürfe man keinen gedeckten Apfelkuchen mehr essen, weil sich die NPD für gedeckten Apfelkuchen ausgesprochen habe.
So geht die humane Auffassung der Angelegenheit, das sachbezogene Verständnis.Diese Art der Rhetorik wird aber nicht eingesetzt, um gegen Apfelkuchen vorzugehen. Sondern gegen den, der einem nicht passt und den man wegen des Apfelkuchens drankriegen kann.
Das argumentum ad personam – der sagt das auch und deshalb sagt man das nicht – ist eigentlich im Diskurs unzulässig, ist aber schon so allgegenwärtig eingesetzt, dass gar nicht mehr auffällt, wie der, der es benutzt, sich selbst die argumentative Grundlage entzieht. Aber das Problem hat erst einmal der, gegen den es angewendet wird.
Trotz all dieser Werbung für die NPD hat die NPD kein nennenswertes Wählerpotential und keine politischen Erfolge. Wir können sehr stolz sein.
So geht die humane Auffassung der Angelegenheit, das sachbezogene Verständnis.Diese Art der Rhetorik wird aber nicht eingesetzt, um gegen Apfelkuchen vorzugehen. Sondern gegen den, der einem nicht passt und den man wegen des Apfelkuchens drankriegen kann.
Das argumentum ad personam – der sagt das auch und deshalb sagt man das nicht – ist eigentlich im Diskurs unzulässig, ist aber schon so allgegenwärtig eingesetzt, dass gar nicht mehr auffällt, wie der, der es benutzt, sich selbst die argumentative Grundlage entzieht. Aber das Problem hat erst einmal der, gegen den es angewendet wird.
Trotz all dieser Werbung für die NPD hat die NPD kein nennenswertes Wählerpotential und keine politischen Erfolge. Wir können sehr stolz sein.
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