Donnerstag, 26. April 2018
Behinderungsauffrischung
Einer der offiziellen Aufreger der letzten Woche war die Anfrage, wieviele Behinderungen durch Verwandtenehen es gebe, das gab Protest von hunderten von Behindertenverbänden. Offenbar ist es ein Staatsgeheimnis.
Den gleichen Elan an Aufregung hätte es geben müssen, als Schäuble uns wegen Inzucht die genetische Auffrischung empfohlen hatte.
Vielleicht sollen wir nicht erfahren, dass die neuen Gene auch nicht frischer sind.

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Mittwoch, 25. April 2018
Mission ausgeführt
Die Presseschau zitiert Presse zum Thema, soll Dschavoschulu in Deutschland Erdogan-Wahlkampf machen dürfen?
Da findet zum Beispiel die OBERHESSISCHE PRESSE aus Marburg ein mögliches Auftrittsverbot bedenklich: "Es würde in den Augen vieler Türken und Deutschtürken Erdogans Behauptungen scheinbar bestätigen: Dass rechtsextreme Straftaten in Deutschland vertuscht und heruntergespielt würden. Und dass die Bundesregierung sich feindselig gegenüber der Türkei verhalte. Für den inneren Frieden in Deutschland wäre das schlimmer als alles, was Cavusoglu in Solingen sagen könnte. Deshalb muss Deutschland seine Rede aushalten, auch wenn das schwerfällt. Sie ist das kleinere Übel", glaubt die OBERHESSISCHE PRESSE zitiert nach DLF.
Soso, was Türken und Deutschtürken meinen, könnte den inneen Frieden gefährden. War das nicht bis vor Kurzem noch dunkelextrem, dies kommen zu sehen?
Ja, dunkelextrem war die Warnung, solange sie den künftigen Zustand betraf.
Jetzt haben wir den Zustand, auf den sich die Goebbels-Eckardt gefreut hat, und da haben wir ihn auszuhalten und uns daran zu gewöhnen.
Innerer Frieden ist Bürgerkrieg, über den nicht berichtet wird.

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Dienstag, 24. April 2018
Gründe der Pressekrise
Die Auflagen der Zeitungen sinken, und die naheliegende Erklärung ist, wer gibt schon noch Geld aus, um bevormundet und ideologisiert zu werden.
Nun, eigentlich die, die damit bestätigt werden wollen. Und dafür Geld übrig haben. Und denen es egal ist.
Man kann aber auch hier eine Wechselbeziehung annehmen. Genauso egal wäre Qualität, die Zeitungen würden schon nicht mehr belohnt werden dafür, besser zu sein. Die Leser stellen nicht einmal mehr Ansprüche, die von den Zeitungen unerfüllt bleiben oder eben mit etwas mehr Anstrengung bedient werden könnten. Gewiss, die Ansprüche hat man sich abgewöhnt, sich abgewöhnen lassen.
Und dass die Zeitungen zu teuer sind, das ist auch ein Grund.

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Montag, 23. April 2018
Kirchenfunk und neue Juden
Der DLF ist hier vielleicht etwas überrepräsentiert, aber er hat wieder was, genauer der eigene Bereich des Kirchenfunks. Gestern gab es über Paulus und Christus als verbindungs- und gemeinschaftsstiftende Idee, die über die Grenzen von Völkern hinausgeht und eine Familie bildet. Paulus hatte bei den Juden wenig Erfolg, aber die anderen, die Heiden, ließen sich begeistern davon, dass an der Haustür der Name Christus steht.
Ja, trifft alles zu.
Und wie man erwarten kann, bringt der Kirchenfunker die Wendung zum Heutigen. Auch da vermischen sich die Völker, in ein paar Generationen wird es normal sein, dass der Richter afghanische Wurzeln habe, und man werde sich wundern, wieso jemand früher da irgendwelche Vorbehalte gehabt habe.

Vielleicht, weil Christus dann nicht am Klingelschild steht, von Rechtsstaat wollen wir gar nicht anfangen.
Wenn die Kirche nicht einmal selbst mehr wagt, den Ankömmlingen Christus nahezubringen, dann sind wir in der Situation der damaligen Juden, die es vorzogen, skeptisch zu bleiben.

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Sonntag, 22. April 2018
Grün-DNA
In den DLF-Nachrichten zitiert man Grünenvorsitzenden Habeck aus einem Interview, das der DLF mit ihm geführt hat. Antisemitismus, damit habe sich die Gründungs-DNA der Bundesrepublik verändert, unvorstellbar, was wieder salonfähig geworden sei, denn die Sprache sei verroht, über Auschwitz werde gewitzelt, das schürt rechts, und mit der AfD sitzt sogar eine Partei als größte Oppositionspartei im Bundestag, in der teilweise der Holocaust geleugnet wird.

Die drittgrößte Oppositionspartei ist dann aber schon wieder eine, wo in äußerst großen Teilen die islamische Judenfeindschaft geleugnet wird und damit grünsalonfähig gemacht, und sie ist nicht nur Oppositionspartei, sondern meinungsmaßgebend und so machtgierig, dass sie sogar Gewalt kleinredet, wenn sie damit ihrem politischen Gegner eine schlechte Radionachricht verpassen kann.

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Samstag, 21. April 2018
Frau des Volkes
Die DLF-Presseschau zitiert die PFORZHEIMER ZEITUNG, welche positive Tendenzen sieht: „Andrea Nahles könnte das gelingen, was den Herren der Partei-Schöpfung Sigmar Gabriel oder Martin Schulz auch nicht nur ansatzweise geglückt ist: Der SPD wieder eine Seele einzuhauchen und die Basis an die Parteispitze zu binden. Viele Jahre wurden die Sozialdemokraten nach dem Motto 'Wir da oben, ihr da unten' geführt. Andrea Nahles wird, sie muss, das ändern. Ihre persönlichen Grundlagen dafür sind hervorragend: Sie hat einen verlässlichen Kreis von Vertrauten, kann Bündnisse schmieden und setzt viel auf Absprachen. Und sie prägt mit ihrer direkten – mitunter polternden – Art einen offenen Politikstil, einen, der sie zu einer Frau des Volkes macht.“
So stellt man sich in der Zeitung das Volk vor, direkt und mitunter polternd. Und das braucht dann eine, die vernetzen kann und die Basis an die Spitze binden.
Man wünscht sich die guten alten Fürstenhöfe zurück, da hatte die Hofberichterstattung noch was Fürstliches zu bieten.

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