Freitag, 28. April 2017
Grüne Stärke
Die FAZ hatte den Gedanken auch schon, das sollten wir uns wirklich vornehmen, und was wäre eigentlich los, wenn wir, alle Männer, aus Solidarität mit den Kopftuchfrauen Kopftuch tragen würden? Heiko Maas müsste mit einem eigens ausgedachten Straftatbestand kommen, Anetta Kahane hätte es leichter und würde die kulturelle Aneignung verdammen, verschärft durch Ironie, ihr bekannt unter dem Namen Hass und Rassismus.
Mal sehen, ob die FAZ genügend Leute dafür begeistern kann, hier nun ein anderes Thema, auch nicht wirklich ohne neuen Aspekt: Im DLF gab es einen längeren Beitrag aus der Agitationsabteilung über den Wahlkampf der Grünen mit Katrin Göring-Eckardt, man war ihr gnädig und hat kaum O-Töne von ihr verwendet, dafür einen von einer Besucherin des Auftritts, die sich darüber erfreut zeigte, dass ihr Anliegen Ehe für alle und keine Obergrenzen für Flüchtlinge so gut vertreten werde. Gut gemeint vom Funk, die Grünen sind nett, aber es zeigt nur wieder, wie fettgefressen und schlaraffenlandverwöhnt die Grün-Klientel ist. Die junge Frau hat weder das Problem von Ehe für alle noch von Obergrenze, sie hat überhaupt keine Probleme und wenn, dann nur solche, für die sie andere verantwortlich macht. Sie geht zu den Grünen, weil das die heile Welt der Verantwortungslosigkeit und Prolemverdrängung ist.
So können die Grünen sich aus dem Umfrageloch wieder herausarbeiten.
Die Grünen müssen mehr Eskapismus wagen.

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Donnerstag, 27. April 2017
Gemäßigtes Recht
Denkbar sind Umstände durchaus, unter denen es berechtigt bis richtig wäre, wie nun gerichtlich geurteilt worden ist, dass „ehemalige Angehörige der Taliban“ in Deutschland bleiben dürfen, also Überläufer. Das könnte schon Sinn haben.
Nur bestehen unsererseits diese Umstände nicht.
Wir haben nichts, wozu übergelaufen werden könnte.
Dazu müssten wir der Westen sein, das christlich geprägte aufgeklärte Abendland, das sich dem Kampf gegen die islamistische Bedrohung stellt und dem Krieg des Terrors etwas entgegensetzt, und zwar sich selbst. Nein, das sind wir nicht, wir sind unterwürfige Kollaborateure, wir phantasieren uns unsere Schocklähmung zur Willkommenskultur hoch, um zu glauben, etwas zu schaffen.
Von den ehemaligen Taliban wird es heißen, sie waren den Sicherheitsbehörden bekannt.

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Mittwoch, 26. April 2017
Dick und doof
Kann ein Nazisohn zugleich Holocaustopfer sein?
Mit unserer SPD geht alles.
Im Perlentaucher ist zu lesen: „Sigmar Gabriel wird nicht von Benjamin Netanjahu empfangen. Dabei hätte er es wirklich verdient, meint er in der Berliner Zeitung, denn ‚Sozialdemokraten waren wie Juden die ersten Opfer des Holocaustes‘.“
Fehlt nur noch: „Allerdings machen wir Sozialdemokraten jetzt nicht mit den Palästinensern dasselbe, was die Nazis mit uns gemacht haben.“

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Dienstag, 25. April 2017
Warnungen der Antinationalisten
Wir kriegen zu hören, wie schlimm wir immer unter Nationalismus glitten haben und was der Nationalismus alles angerichtet hat.
Das klingt schlüssig für die, die das sagen, denn sie meinen nur, was sie meinen, und blenden aus, was dazu nicht passt. Es ist so falschrichtig wie zu sagen, die Politik hat Schaden angerichtet und politische Strömungen seien für das Weltleid verantwortlich. Das wäre sogar noch zutreffender, denn auch Nationalismus ist, wie Faschismus, Rassismus und was noch alles, keine Frage des Gemütszustandes, sondern der Politik und betrifft das Establishment, die Führung, die herrschende Klasse. Dabei ist es ziemlich austauschbar, worauf sich die Ausbeuterklasse beruft, ob auf die Nation oder den Antinationalismus, beides ist gleichermaßen geeignet, ein Land ins Verderben zu stürzen.
Muss aber auch nicht.
Ein Land, das sich selbst behauptet, ist damit noch lange nicht eine Gefahr für die anderen, es kommt auf den Umgang mit den eigenen Problemen an. Wenn Frankreich sich zuerst sieht und Amerika sich, müsste das für Deutschland bedeuten, sich eben im Wettbewerb noch besser um sich zu kümmern. Möglich wäre, dass es im Ergebnis zum Wohle aller geschehe.
Dies aber wird nicht gekonnt von unseren Führungskräften. Dazu sind sie nicht in der Lage und deshalb nicht willens. Die antinationalistische Propaganda ist vorgeschoben, um die eigene Unfähigkeit nicht zutage treten zu lassen.
Nach der europäischen Lösung zu rufen, ist nichts anderes als das Eingestehen der eigenen Inkompetenz.
Die Schuld dafür bei der Nation zu verorten, ist nicht sonderlich elegant, aber das schafft man gerade noch.

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Montag, 24. April 2017
Systembeleidigung
Wie den Berichten zu entnehmen war, ist ein Rentner verurteilt worden, weil er Dunja Hayali als Systemnutte bezeichnet habe. Von der Urteilsbegründung war nichts zu vernehmen, soweit ersichtlich. Wenn das so war wie in den Medien dargestellt, hat die Justiz ihre bisherige Rechtsprechung damit geändert.

Bisher war herrschende Meinung, dass Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen beziehungsweise sich exponieren, mehr auszuhalten haben als der gewöhnliche Bürger und erst gegen blanke Schmähung, wenn sie sich nicht reimt, überhaupt vorgehen können.
Das ist auch richtig so, denn es gehört zum Berufsbild, benörgelt und bemotzt zu werden, und wer damit auch noch Geld verdient, der wird zwingend irgendwann von irgendwem bezichtigt, sich zu verkaufen, zudem ist Kritik am Wirken legitim, auch in ungehöriger Form, sofern sie sich auf die öffentlichen Tätigkeiten bezieht.
Das Wort von der Systemnutte kann nicht anders verstanden werden. Weder wollte der Rentner behaupten, Dunja Hayali betätige sich als Sexarbeiterin zur Karriereförderung und habe sich hochgeschlafen, wobei man sich beim ZDF wohl eher herunterschläft, noch kann es so aufgefasst werden. Systemnutte bedeutet den Vorwurf, sie mache politisch extremkorrekt, was von den Herrschenden nachgefragt wird. Ob das stimmt oder nicht, es wäre von der Meinungsfreiheit gedeckt.

Dass es zur Verurteilung kam, bedeutet wohl: Hier fühlte sich das System beleidigt.

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Sonntag, 23. April 2017
Mitgelogen
Es ist mittlerweile beleidigend, wie wenig raffiniert die politische Ideologie sich selbst noch tarnt, aber sie hat es wohl nicht nötig. WeLT.de bringt, dass die Zahl tatverdächtiger Zuwanderer um 50 Prozent gestiegen sei – die neueste Kriminalstatistik berge „politischen Sprengstoff“.
Ja wieso denn das?, möchte man als Medienkonsument fragen, wenn man die Medien so konsumiert, wie es gewünscht wird. Politischer Sprengstoff kann doch eine Statistik doch hoffentlich nur im übertragenen Sinne sein. Dies aber bedeutet, da ist etwas so, wie es nicht gewünscht ist und wie es verleugnet wurde, gar so, wie es die anderen, die nicht rechthaben dürfen, gesagt haben. Oder: Eine Lüge fliegt auf.

Haben wir keinen Anspruch, konsequent angelogen zu werden? Bei einer Million Ankömmlingen ist die Rate um nur 50 Prozent gestiegen, da lässt sich doch ein Rückgang berechnen.

Der Verweis, dass der Sprengstoff ein politischer sei, ist wieder gehalbwahrheitet. Pressemedialer Sprengstoff ist er dann nämlich auch, die Presse hat bereitwillig mitgelogen.

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