Donnerstag, 28. April 2016
There Is A War
Die Islamkritiker werden explizit beschuldigt, einen Religionskrieg heraufzubeschwören.
Nun kann man das so sehen und formulieren; hätten sich Polen und die Sowjetunion nicht gewehrt, hätte es keinen zweiten Weltkrieg gegeben und wir würden für alles nur noch eine europäische Lösung haben.

Dahinter fällt wenig auf, dass schon das Wort Religionskrieg lügt.
Es geht nicht um Glaubenskriege, weil es nicht um Glaubensangelegenheiten geht.
Das Wort verharmlost. Es lässt zwar an die Verheerungen des Dreißigjährigen Krieges denken, aber aus der Perspektive des Unbeteiligten, für den es gar keine Rolle spielt, ob wir katholisch oder protestantisch sein wollen, weil wir doch darüberstehen und alles tolerieren. Religionskriege sind etwas für die unbunten Intoleranten, so teilt es sich mit.

Nein, es geht um den Rechtsstaat und die freie Gesellschaft. Ihre dekadenten Vertreter sehen in Demokratie ohnehin nur eine Beeinträchtigung ihrer Herrschaft und stören sich nicht an Scharia, wohl aber lässt Scharia unsere grundgesetzliche Verfasstheit nicht zu und fordert, sie zu bekämpfen.

Wir sind in einem Freiheitskrieg.

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Mittwoch, 27. April 2016
Wir brauchen Ralf Stegner
Ministerin Manuela Schwesig hat mal in einem Boulevard-Interview gesagt, sie sei in die Politik gegangen, weil sie die Welt besser machen wolle.
Dann soll sie lieber zur Müllabfuhr gehen, die Leute machen die Welt besser.

Was sie nicht gesagt hat und wonach der Interviewer auch nicht gefragt hat, ist, wie sie darauf kommt zu wissen, wie die Welt zu verbessern wäre, was eine bessere Welt sein soll und woher sie die Welt überhaupt kennt. Sie ist so schnucki, da passt so eine putzi Aussage einfach.

Manuchen ist ein warnendes Beispiel dafür, wie ideologische Festigkeit in den Ruin treibt, die Partei und das Land. Wir sollten sie uns immer vor Augen halten.
Doch dann ist es einfach zu süß.

Als warnendes Beispiel dienen gleichermaßen Nahles, Stegner, Fahimi, eigentlich die gesamte SPD-Führungsriege. Aber einer reicht. Nehmen wir Ralf Stegner, da entfällt die Gefahr von Sympathiepunkten.

Wenn wir wieder einmal glauben, genau bescheidzuwissen, denken wir daran, dass sich Ralf Stegner genauso vorkommt, und überprüfen unsere Sicht durch jeden möglichen Perspektivwechsel.

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Dienstag, 26. April 2016
Einseitige Neutralität
Der Tagesspiegel sorgt sich: „Polizisten bezeichnen die rechtspopulistische Partei AfD offiziell als 'bürgernah'. Nur mit Mühe reift die Einsicht, diese Bewertung stehe der Behörde nicht zu.“

Ein Anwalt habe sich entsetzt über die Äußerungen in einer Anzeige: „‘Die Partei ,Alternative für Deutschland‘ wird aus polizeilicher Sicht als eine bürgernahe und konservative Partei bewertet‘, heißt es in der Anzeige, ‚jedoch wird die Partei aus der Sicht des linken Spektrums als eine ,rechte‘ Partei angesehen'. Die Zeugenaussage des Kollegen ist nahezu identisch. Aus polizeilicher Sicht werde die AfD als 'bürgernahe und konservative Partei eingestuft‘, heißt es. Fast wortgleich kommt auch der Satz zur Sichtweise des ‚linken Spektrums‘. Sortieren Berliner Polizisten die AfD und deren Gegner in gut und böse?“
Na, das wäre es ja. Wäre ganz neu und unzulässig, zumindest in dieser Einsortierung und nicht in der sonst verbindlichen.

Ein Fall für Journalisten. „Gänzlich unproblematisch erscheint der Behörde die Geschichte aber doch nicht. Auf Anfrage des Tagesspiegels sagt Polizeisprecher Stefan Redlich, die Sätze der zwei Beamten seien ‚missglückt‘. Die Berliner Polizei stelle ‚keine Bewertung an, ob Parteien bürgernah sind oder nicht‘. Doch auch Redlich ist überzeugt, die Kollegen hätten keine Sympathie für die AfD äußern, sondern nur ‚die Gefährdungslage darstellen wollen‘, die sich im Oktober bei der Kundgebung der Partei und den Protesten ergab.“

Das System funktioniert noch, und mittlerweile machen sogar die Leser mit, sie wurden lange dort abgeholt, wo sie waren; „aha, Polizei macht Werbung für Nazis“, kommentieren sie.
Daran sieht man, dass die AfD so bürgernah gar nicht sein kann. Lügenpolizei.


Nicht klicken:
http://www.tagesspiegel.de/berlin/buergernahe-und-konservative-partei-berliner-polizei-warme-worte-fuer-afd/13499836.html

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Montag, 25. April 2016
Geheimsoziologie
Aus Herrscherkreisen ist zu vernehmen, man wolle nicht die Fehler wiederholen, die mit den Gastarbeitern gemacht worden seien.
Da man immer nur eine einzelne Information emotional verarbeiten möchte, gibt man sich damit zufrieden, dass irgendwo jemand aus Fehlern gelernt habe.
Welche Fehler genau sind damit gemeint?
Doch nicht, dass die Leute gearbeitet haben.
Gemeint wird, dass nicht gesagt wurde, dass die meisten bleiben werden. Den Fehler hat nun Merkel nicht machen wollen, sie hat gesagt, die meisten werden bleiben.

Wichtiger als die Frage, welcher Fehler gemeint sein soll, ist, welcher Fehler gemacht wurde. Was wirklich falsch war.

Und das ist ein bestgehütetes soziologisches Geheimnis.

Es war der Familiennachzug.

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Sonntag, 24. April 2016
Nebelwölki
Im Radio wird ein Kirchenmann zitiert, Wölki oder Volki, der sagt: Wer für Kirchtürme ist, muss auch für Minarette sein.

Langfristig ist, wer für Minarette ist, gegen Kirchtürme.

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Samstag, 23. April 2016
Sensibilitäten
Keine Debatte, sondern Aufschrei, würde es geben, wenn:
Aktbilder abgehängt würden, um unsere Frauen nicht den Migranten zu zeigen;
eine Lehrerin den muslimischen Schülern den Handschlag verweigern würde;
die Amtsgerichte muslimische Klägerinnen an die Schariagerichte verweisen und sich für unzuständig erklären würden;
den Brennpunkten verwehrt würde, Polizei und Rettungskräfte zu rufen.

Diskriminierung kann auch als Toleranz ausgegeben werden.

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